35 thoughts on “Philosophischer Stammtisch: Das Ende der Political Correctness?

  1. Wow, tatsächlich mal eine Unterhaltung, bei der nicht nur mit Halbwissen um sich geworfen und rumgebrüllt wird.

  2. Letzte Umfrage in Deutschland

    Als Tabuthemen gelten die Flüchtlinge und der Islam. Zudem kritisieren 41 Prozent, dass die Political Correctness übertrieben werde. 35 Prozent ziehen für sich sogar den Schluss, dass freie Meinungsäußerung nur noch im privaten Kreis möglich sei.(*1)

    *1: Political Correctness ist ein sozialwissenschaftlich perfekt ausgeklügeltes Konzept einer Gesinnungsdiktatur und seiner etablierten Protagonisten sowie Nutznießer. Diesen Nutznießern ist nicht an einem “offenen” gesellschaftlichen Dialog gelegen, da ein solcher breiter Dialog die Durchsetzung der eigenen politischen Ziele in Frage stellen könnte.
    Im Gegensatz zu einer direkten Diktatur, in welcher Menschen mit Haft, Folter und unerklärlichem Verschwinden bedroht werden, bedient sich die Political Correctness der Methodik der partiellen Stigmatisierung und bewusten Segregation. Interessant ist der verwendete Sprachkodex. Wer legt diesen Sprachkodex fest und nach welchen Maßstäben ? Und wieso gibt es eigentlich keinen Political Correctness Sprech Duden (Das wär es doch mal) ? Zumindest ist “PC” per Gesetz nicht verbindlich

    Völlig verständnislos reagieren die Bürger auf nachträgliche Korrekturvorschläge zu Texten, die sicherstellen sollen, dass sie heutigen Sensibilitäten und Normen entsprechen. Dass beispielsweise Astrid Lindgrens „Negerkönig“ in „Pippi Langstrumpf“ zum „Südseekönig“ mutieren müsste, um nach heutigen Maßstäben politisch korrekt zu sein, löst Kopfschütteln aus.(*2)

    *2: George Orwell 1984 läst grüßen !

  3. Der Frau in Rot könnte man die Fakten/Probleme direkt vor die Füße werfen, sie würde sie leugnen oder einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Die Political Correctness hat eben nichts mit Höflichkeit und guten Umgangsformen zu tun. Ich gehöre noch zu der Generation, die diese Dinge mit der Erziehung wie selbstverständlich mitbekommen habe ohne moralisierende ideologische Aufblähung. Die Political Correctness dient der Unterdrückung abweichender Meinungen und ungewollter Kritik. Wenn ich als Angehöriger einer anerkannten Minderheit kritisiert werde, rufe ich einfach "Du Nazi" oder "Rassist" etc. und schon kann ich der Aufmerksamkeit einer Meute von Gutmenschen sicher sein, die meine Rechte und Interessen bis zum Äußersten verteidigen. Das gilt aber nicht für jeden. Als deutscher Patriot, Kritiker der Einwanderungspolitik oder Anhänger der AfD kannst du beleidigt und diffamiert werden nach Herzenslust; da gilt die Political Correctness plötzlich nicht mehr. Da darf man den hässlichen Deutschen raushängen lassen und sich gleichzeitig gut fühlen, da man ja gegen Nazis kämpft. Natürlich kannst du deine abweichende Meinung vertreten. Du musst nur bereit sein, die persönlichen Konsequenzen (Jobverlust, soziale Ausgrenzung) in Kauf zu nehmen.

  4. damit wissenschaftliche arbeiten den Lesern als wissenschaftlich erscheinen, müssen sie gewisse Hürden meistern. quellen müssen belegt werden, es muss einheitlich zitiert werden, es muss ein klares Fazit der Untersuchung gezogen werden. wieso soll zu den Ansprüchen nicht dazu gehören sexismus und Rassismus auszuschließen? das scheint mir sehr absurd

  5. Ein Beispiel für Pol. Korrektheit ist der Dieselskandal. Die anderen Abgase, wie Benzin sind viel schädlicher. Die Politik will aber, dass die Bevölkerung ihren Blick nur auf den Diesel richtet, damit nicht alle Autos von der Strasse verschwinden sollen. (Autolobby?)

  6. Leider wird hier nicht der politisch-korrekte Terror auf den Unis, die eigentlich Orte geistiger Auseinandersetzung sein sollten, hervorgehoben, wo regelmäßig mit Gewalt und Terror "unerwünschte" Veranstaltungen verhindert werden. Das Problem ist doch nicht, daß Bekloppte "äbäh! oder "pfiu!" sagen, sondern, daß sie geduldeterweise gewalttätig agieren dürfen. Daher diskutieren hier alle ziemlich arg im Elfenbeinturm. Leider.

  7. Sie übernimmt das Schema der Meinungsdiktatur. Wer kritisiert wird diskreditiert. Kritikabstinentz steht für Diktaturen und Faschismus

  8. In Uniarbeiten gendern (ein ziemlich bescheuerter Begriff) zu müssen ist schon eine lächerliche Frechheit. Das hilft wirklich niemandem und es nicht zu tun ist ein Problem, das eigentlich keines ist. Mikroaggressionen sind auch so ein Schwachsinn, da die vermeintlich kritischen Aussagen zumeist absolut nicht böse gemeint sind. Da finde ich es schön, dass sich auch PewDiePie darüber lustig macht.👊🏻

    Wenn jemand gezielt versucht Leute zu diskriminieren kann man sich ja immernoch angebrachterweise echauffieren.

    Zu guter letzt bleibt noch die politische Korrektheit in der Kunst (für mich also der Musik). Dazu kann ich nur sagen, dass Eminems Marshall Mathers LP 2000 gegen so ziemlich jeden Aspekt des guten Geschmacks verstoßen hat und dennoch eines meiner absoluten Lieblingsalben ist.🏚

  9. Vielleicht setzen sich verschiedene Begrifflichkeiten unserer Machtelite sprachlich noch durch, aber es gibt deutliche Anzeichen, dass sie immer größere Teile des Volkes auch sprachlich einfach nur abhängen … das hat einen Vorteil … die Eliten machen sich kenntlich …

  10. …und täglich werden Millionen "Hamburger" vertilgt, muß ich mich jetzt als Hamburger diskreminiert fühlen? …und Silvester werden Millionen "Berliner" vernascht, ist das jetzt versuchter Völkermord? 😉

  11. frau newmark ist offensichtlich korrekt und unerträglich scheinheilig und verlogen. bolz dagegen ein grund zur hoffnung.

  12. ich war schon in den 60er jahren 'politisch korrekt', nannte das aber anständig und fair. deswegen möchte ich heute nicht das sein, was politisch korrekt ist. das ist nämlich von redeverboten nicht zu unterscheiden.

  13. Ich bin nicht politisch korrekt. Denn das ist Meinugsdiktatur und dagegen sollten wir uns alle wehren.!!!

  14. Politisch unkorrekt ausgedrückt ein Paradebeispiel dafür wie sich zwei dümmlich naive Kühe gegenüber zwei hochgebildeten, vernünftigen, weißen, alten Männern gerieren ;-)) //Satire off//

  15. "Es ist doch kein Problem, wenn man ins rechte Eck gestellt wird." – eine solche Aussage stehenzulassen ist schwach. Doch, es ist ein Problem, weil man dort automatisch zum Verherrlicher Hitlers, zum begeisterten Nazi und zum Freiwild für antifantische Geisterjäger erklärt wird, die sich berechtigt fühlen, dein Auto abzufackeln, dein Haus mit Hakenkreuzen zu beschmieren oder dich im Dunkeln zusammenzuschlagen. Du wirst medial zum Paria erklärt, es werden Lügen verbreitet und was du sagst wird totgeschwiegen. So etwas als "kein Problem" bezeichnen kann nur, wer so etwas noch nie erlebt hat oder es als ganz in Ordnung empfindet, wenn so gehandelt wird. Nicht jeder, der wegen eines kritischen Wortes zum Schmuddelkind und Unberührbaren erklärt wird, ist ein Nazi.

  16. Stephen Fry zitierte in einer ähnlichen Diskussion Lord Byron: "We should be able to play gracefully with ideas." – Wir sollten fähig sein, anmutig mit Ideen zu spielen. Sprechverbote und Entrüstung helfen dabei eher nicht.

  17. Barbara Bleischs Moderation ist immer wieder herausrragend. Klare Fragestellungen und ansonsten disziplinierte Zurückhaltung. Da könnten sich einige deutsche Talkfrauen etwas abschauen, die sich selbst übertrieben darstellen anstatt zu moderieren.

  18. Die Moderatorin ist unerträglich. Sie lässt eine echte Diskussion nicht zu. Jede Meinungsäußerung die ihrer Haltung widerspricht wird sofort von ihr unterbrochen und sie lässtg auch zu dass die Dame die ihrer Meinung ist ins Wort fällt. Fehlbesetzung!

  19. Man hätte mal den Fall Akif Pirincci nennen können. Der hat auf eine Pegida-Veranstaltung ein sehr kritisierungswürde Rede gehalten, vom Form und vom Inhalt. Mir wäre es lieb, wenn die Medien auch redlich kritisieren würden. In den Medien hieß es, Perincci wolle die Flüchtlinge in die Lager der Nazis sperren, doch leider gäbe es sie nicht mehr. So wurde es im Heute-Journal gesagt. Dann kam die "MAZ" mit der Originalausschnitt aus der Rede. Da wurde die ganze Aussage des Heute-Journals widerlegt. Pirincci sagte nämlich, seine politischen Gegner im linken Spektrum würden ihn und seine Mitstreiter doch am liebsten im KZ sehen. Schon starker Tobak und schon kritisierenswert genug. Aber dennoch mussten die Medien zur Lüge greifen.

  20. Rassismus ist ganz schlimm….ausser gegen Russen, Iraner oder Nordkoreaner.
    Unser System wirft einem Kim vor sein Volk nicht nett zu behandeln und um zu zeigen, dass wir das noch schlechter machen können verhängen wir Sanktionen.

  21. Ich denke das dieses Überkategorische "gut & böse"-Prinzip erst auftrat als die Emotionen Einzug in die Politischen Systeme bekamen, sprich Frauen in höheren Politischen Rängen, sich aktiv am Politikgeschehen beteiligen konnten. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Wir haben einfach die reine Rationalität gegen die Emotionsgesteuerte Irrationalität eingetauscht. Und die Saat die Anfangs gepflanzt wurde, geht heute in der Political Correctness, der absoluten Liberalität und der Weltoffenheit (Neudeutsch: Dem Gutmenschentum) auf.

  22. Wozu diese vielen Worte ??
    Auf unserer Welt gibt es nun einmal die köstliche Verschiedenheit bei Menschen und Tieren !!!
    Die läßt sich auch politisch nicht aus der Welt schaffen !! Laßt Sie uns pflegen und erhalten – bei Tieren und Menschen !!
    Große – Kleine, Schnelle – Langsame, Dunkle – Blonde, Fleißige – Bequeme und so weiter ………
    Wir brauchen den Maulwurf wie die zauberhafte Geigerin ………..

  23. Prof. Bolz ist ein kluger und bereichender Teil dieser Diskussion. Ich freue mich immer, wenn er in einer Diskussionsrunde sitzt und lerne viel dazu.
    Mir drängt sich immer häufiger die Frage auf, warum nicht analysiert wird, ob es bei türkisch oder arabischstämmigen Menschen in Deutschland rassistische Vorurteile gegenüber die urdeutsche Bevölkerung gibt. Haben wir urdeutsche Bevölkerung ein Patent auf Rassismus und "Diskrimination"?

  24. Politische Korrektheit sollte im menschlichen, alltäglichen Miteinander an den Tag gelegt werden NICHT aber wenn es um Informationen und aber auch Unterhaltung geht. – Leider habe ich aber das Gefühl, dass es heute genau andersrum ist.

  25. Der Begriff Fakenews wurde von D. Trump und nicht von Klaus Kleber erfunden ! Davon abgesehen. Warum sollte die Kultur des Bewußtseins eine andere sein als die der physischen Dinge ? Die politcal Correctness ist auch nichts anderes als ein Automatismus der flüchtigen Begierde in einer Gesellschaft letztlic unbewußt auftretender Begierden, zudem befeuert von Anpassung an Normen, ähnlich der der Mode, der Karrierevorstellungen usw. Das Problem bei der Politcal Corectnes-Konformität ist, daß sie sich ähnlich pardox wie der Herden-Individualismus für nonkonform hält, weil sie ihre Ursprungsidentität beibehält statt sie mal einem Reflexions-Update zu unterziehen.

  26. Leider ist der (absolut wünschenswerte) Minderheitenschutz mit der politischen Korrektheit zur Herrschaft von Minderheiten und gar marginalen Splittergruppen über die Mehrheitsgesellschaft mutiert. Diese Ideologie wirkt bis in die Politik und Rechtssprechung hinein und überlagert bei Bedarf auch die wörtliche Gesetzgebung durch Auslegung und Ausblendung und zerstört Gesellschaft, Freundschaften, und Familien. Ein Hauptproblem sind auch und vor allem die Leitmedien, die in diesem Zusammenhang jämmerlich versagen, wobei ich hier vor allem die deutschen "Qualitätsmedien" meine. Die Vernunft und Realität muß wieder die Oberhand gewinnen.

  27. Braucht die Menschheit so viel Müll..Wem nutzt das. Muß man Gefühle gegen über einen anderen Menschen immer vor dem Ausdruck ,überlegen. Werden dadurch Gefühle nicht zu politischen Floskeln. Diese Welt ist verrückt und menschenfeindlich. BEWAHRT EUCH EURE GEFÜHLE UND DAS WIE IHR SIE AUSDRÜCKT. SONNST SIND ES KEINE GEFÜHLE MEHER ,SONDERN MANIPULIERTE ,GEWOLLTE MEINUNGEN .

  28. Notiert für die Zukunft (2021 ff.). Kommt für die meisten Deutschen (ich spreche aus Erfahrung 20 Jahre und mehr) zu früh. Erfahrung lehrt Bescheidenheit.

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